INITIATIVEN

Diese Liste beinhaltet eine kurze Vorstellung von Initiativen, deren Einsatz für nachhaltigen Frieden wir für wichtig und inspirierend halten. Sie ist unabgeschlossen und vorläufig – die Initiativen, die sich für eine gerechtere und friedlichere Welt einsetzen sind zu zahlreich, um sie alle hier nennen zu können.

Wir werden die Liste laufend erweitern. Wir freuen uns über Hinweise zu anderen Initiativen, die wir (noch) nicht kennen!

Wenn nicht anders kenntlich gemacht, stammen die Beschreibungen aus der Selbstdarstellung der jeweiligen Initiativen.

ARIBA e.V. - Reach out

1992 gegründet setzt sich der Verein für rassismuskritische Bildungsarbeit ein. Zudem berät ARIBA Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe und dokumentiert rassistische Vorfälle. Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, Betroffene in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken, beruflich und ehrenamtlich Engagierte für die Themenbereiche zu sensibilisieren und mit ihnen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Öffentlichkeit wird über das Ausmaß und die Folgen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Bedrohung und Diskriminierung informiert. (Erstellt von der Antikrieg-Redaktion.)

Adopt a Revolution

Im Schatten von Diktatur, Krieg und Terror setzen sich syrische Aktivist*innen friedlich für Menschenrechte und Demokratisierung ein. Adopt a Revolution unterstützt seit 2012 gewaltfreie emanzipatorische Projekte in Syrien und in der syrischen Diaspora.

Afrique-Europe-Interact

Afrique-Europe-Interact ist ein transnationales, ausschließlich ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk, das Ende 2009 gegründet wurde. Beteiligt sind Basisaktivist*innen vor allem in Mali, Togo, Burkina Faso, Guinea, Tunesien, Marokko, Deutschland, Österreich und den Niederlanden – unter ihnen zahlreiche selbstorganisierte Geflüchtete, Migrant*innen und Abgeschobene.
Programmatisch verfolgt Afrique-Europe-Interact insbesondere zwei Zielsetzungen: Einerseits unterstützen wir Geflüchtete und Migrant_innen in ihren Kämpfen um Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte – ob in den Ländern des Maghreb, auf dem Mittelmeer oder innerhalb der Festung Europa. Andererseits sind wir an sozialen Auseinandersetzungen um gerechte bzw. selbstbestimmte Entwicklung beteiligt.

Alarm Phone Sahara

Alarme Phone Sahara (APS) is a cooperation project between associations, groups and individuals in the Sahel-Saharan region and Europe with the aim to defend the lives and the freedom of movement of migrants and refugees against repressive and often deadly migration policies. The members of the Alarme Phone Sahara network are based in Niger, Mali, Burkina Faso, Togo, Morocco, Germany and Austria.

Break the Silence

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh gründete sich unmittelbar nach dem Brandtod Oury Jallohs in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau am 7. Januar 2005. [...] Wir kämpfen dabei nicht nur für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh, sondern wollen auch den ursächlichen, strukturellen Rassismus durch diskriminierende Gesetze für Asylbewerber, durch gewalttätige Polizeipraxis gegenüber „Ausländern“ und durch rechtswidrige Staatsräson der Judikative offenlegen, der zahlreiche weiter Morde an Nicht-Weißen und Migrant*innen im In- und Ausland erst möglich gemacht hat. Somit kämpfen wir auch für die Aufklärung der Gemeinheit über die Ursachen und Tradition von Rassismus und dessen geschichtliche und anhaltende Verbrechen im Namen eines vermeintlich zivilisierten Rechtsstaates, wie es Deutschland, die USA und viele andere Nationen des Westens so gerne vorgeben zu sein.

Deutscher Friedensrat e.V.

Der Deutsche Friedensrat e.V. ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein, der sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzt. Der Verein ist Teil der deutschen und internationalen Friedensbewegung. Humanismus und Pazifismus sind die Wurzeln. Ziele sind unter anderem die Ächtung des Krieges, die Beilegung zwischenstaatlicher Streitigkeiten, die Entmilitarisierung der internationalen Beziehungen, die Förderung der Friedenserziehung und die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerungen.

Die Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK

Die Deutsche Friedensgesellschaft ist eine pazifistische Organisation, die sich seit 1892 für den Frieden einsetzt. Heute versteht sich die DFG-VK als eine radikale pazifistische Organisation mit dem Ziel, die Institution des Krieges zu beseitigen und eine Welt sozialer Gerechtigkeit zu schaffen, in der Mensch und Natur in Einklang leben. 

Informationsstelle Militarisierung – IMI

Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. arbeitet seit 1996 in einem breiten Spektrum friedenspolitischer Themen mit einem starken Fokus auf Deutschland und seine Rolle in der Welt.

Als gemeinnütziger Verein ist es unser Ziel mit unseren Analysen und Informationen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Wir verstehen uns dabei als ein Mittler zwischen der Friedensbewegung und der wissenschaftlichen Bearbeitung von Konflikten und Konfliktkonstellationen durch die Wissenschaft.

Initiative 19. Februar Hanau

Nach den rassistischen Morden in Hanau am 19. Februar 2020 haben wir uns auf Mahnwachen, Kundgebungen und Beerdigungen ein Versprechen gegeben: Dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Dass wir uns nicht allein lassen. Dass es nicht bei folgenloser Betroffenheit bleibt. Die Kameras und Politiker*innen verlassen jetzt wieder die Stadt. Wir bleiben. Wir gründen eine Initiative, um der Solidarität und den Forderungen nach Aufklärung und politischen Konsequenzen einen dauerhaften Ort zu geben. Wir werden nicht zulassen, dass der 19. Februar 2020 unter den Teppich gekehrt wird – so wie die unzähligen rechten Morde zuvor. Und auch nicht, dass erneut Täter geschützt und ihre Gewalt verharmlost werden.

Es braucht jetzt direkte Unterstützung für Betroffene, Kontakte zu Rechtsberatung und erfahrenen Anwältinnen, psychologischen Beistand und Umzugshilfe, finanzielle Unterstützung und unabhängige Aufklärung. Und es geht um mehr: Jugendliche und Erwachsene in Hanau sprechen in den letzten Tagen viel darüber, welche Alltagserfahrungen sie mit Rassismus machen – in der Schule, in der Kita, auf der Arbeit, in der Bahn. Auch für diese Gespräche braucht es einen Raum und Vertrauen. Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst. Diesen Raum wollen wir schaffen, mit allen gemeinsam, die ihn brauchen, hier, vor Ort.

Kleiner Buchladen

Der Kleine Buchladen ist im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin angesiedelt. Hier finden Leser*innen Input zu linken und pazifistischen Ideen. Die Auswahl erstreckt sich von Klassikern bis hin zu tagesaktuellen Büchern. (Verfasst von der Antikrieg-Redaktion.)

Migration Control

Dieses Portal konzentriert sich auf die Vorverlagerung der europäischen Außengrenzen weit nach Afrika hinein. Diktatoren werden bestochen, Milizen werden ausgerüstet, Migrationswege blockiert, lokale Ökonomien ausgetrocknet. Wir untersuchen und dokumentieren diese „Externalisierung der Grenzen“ mit Fragen und Thesen, Karten, einem Wiki und Dokumenten.
Beteiligt an diesem Portal ist ein transnationales Netzwerk von antirassistischen Initiativen, NGOs und Forschungsgruppen aus mehreren Ländern. Wir haben Redaktionsgruppen gebildet, die die Entwicklungen in einzelnen Regionen (Mittelmeer, Westafrika, Ostafrika, MENA) verfolgen und dokumentieren. Wir wünschen uns hierfür weitere Mitstreiter*innen.

Peace Research Institute Oslo (PRIO)

Das Peace Research Institute Oslo hat Pionierarbeit für die Friedens- und Konfliktforschung geleistet. Es wurde 1959 von Johan Galtung gegründet und ist damit das erste Friedensforschungsinstitut in Europa.

© 2020

Antikrieg ist ein studentisches Projekt mit dem Ziel, Kriege und Gewalt zu analysieren, zu kritisieren und darüber zu informieren. Wir bieten gut recherchierte, antimilitaristische und pazifistische Texte, um Denkanstöße für das Engagement für den Frieden zu geben.

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